„Der Sozialen Demokratie verpflichtet“

Über uns

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) wurde 1925 als politisches Vermächtnis des ersten demokratisch gewählten deutschen Reichspräsidenten Friedrich Ebert gegründet.

Der Sozialdemokrat Friedrich Ebert - vom einfachen Handwerker in das höchste Staatsamt aufgestiegen - regte vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen in der politischen Auseinandersetzung die Gründung einer Stiftung mit folgenden Zielen an:

  • die politische und gesellschaftliche Bildung von Menschen aus allen Lebensbereichen im Geiste von Demokratie und Pluralismus zu fördern,
  • begabten jungen Menschen unabhängig von den materiellen Möglichkeiten der Eltern durch Stipendien den Zugang zum Hochschulstudium zu ermöglichen,
  • zur internationalen Verständigung und Zusammenarbeit beizutragen.

Die FES, von den Nationalsozialisten 1933 verboten und im befreiten Deutschland 1947 wiederbegründet, verfolgt mit ihren umfangreichen Aktivitäten diese Ziele bis heute. Als eine gemeinnützige, private und kulturelle Institution ist sie den Ideen und Grundwerten der sozialen Demokratie verpflichtet.

Aktuelle zentrale Themenfelder der FES-Arbeit sind:

  • Die politische Erneuerung der sozialen Demokratie fördern
  • Politische Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken
  • Die Wirtschafts- und Sozialordnung gerecht gestalten
  • Den Dialog zwischen Gewerkschaften und Politik vertiefen
  • Die Globalisierung sozial gestalten

Zahlen & Fakten

612 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
in den Bonner und im Berliner Häusern, den Akademien, Landes- und Regionalbüros sowie im Ausland (2014)

153 Millionen Euro Etat
vor allem aus Bundes- und Landeshaushalten (2013)

2.800 Bildungsveranstaltungen
Diskussionsforen und Fachtagungen und Ausstellungen, mit über 220.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Deutschland (2014)

1.000 Publikationen
Analysen und Studien, Grundsatzpapiere und Briefings, Hand- und Lesebücher, Trainingsmaterialien und Veranstaltungsdokumentationen weltweit (2014) 

106 Auslandsbüros
arbeiten an der Förderung von Demokratie und sozialer Gerechtigkeit (2014)

2.868 Studierende und Promovierende gefördert
davon etwa 287 aus dem Ausland (2014) 

1.000.000 Bände
in der größten Spezialbibliothek zum Themenbereich deutsche und internationale Arbeiterbewegung. Mehr als 30 Mio. Zugriffe im Jahr auf die Internetangebote

56.000 Meter Schrifgut
im traditonsreichsten Archiv aller deutschen politischen Stiftungen zur Geschichte der Sozialdemokratie, der Gewerkschaften, ihrer Persönlichkeiten und anderer emanzipatorischer Bewegungen

Friedrich EbertFriedrich Ebert

Friedrich Ebert (1871 - 1925)

gelernter Sattler aus Heidelberg, war früh politisch und gewerkschaftlich in Bremen aktiv. Seit 1905 im Parteivorstand der SPD in Berlin tätig, wurde er 1912 Mitglied des Reichtages und 1916 einer der Vorsitzenden der sozialdemokratischen Reichtagsfraktion. Bereits 1913 war er nach August Bebels Tod zum Parteivorsitzenden der SPD gewählt worden.

Nach dem Sieg der Revolution von 1918 übernahm er den Mitvorsitz der Revolutionsregierung, des "Rates der Volksbeauftragten". Er war ein entschiedener Gegner der "Diktatur des Proletariats" und eines Rätesystems nach russischem Vorbild, befürwortete die parlamentarische Demokratie und setzte die Wahlen zur Weimarer Nationalversammlung durch, die ihn am 11.2.1919 zum Reichpräsidenten wählte. 

In seiner Amtszeit zielte er auf politischen und sozialen Ausgleich zwischen Arbeiterschaft und Bürgertum und lehnte eine klassenkämpferische Politik ab, was auch innerhalb der Sozialdemokratie nicht unumstritten war. Doch insbesondere die Rechte machte ihn zur Zielscheibe von Verleumdungen und Verunglimpfungen, die in seiner Person die Republik treffen sollten und 1925 zum frühen Tod dieses ersten demokratisch gewählten Staatsoberhaupts in Deutschland beitrugen. 

Erst heute, in einer stabilen Demokratie, findet sein politisches Wirken über die Parteigrenzen hinweg gebührende Anerkennung. 

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