„Der Sozialen Demokratie verpflichtet“

Planspiel Kommunalpolitik in Tábor

29.10. - 30.10.2012

Obdachlose, die Rekonstruktion des Busbahnhofs, der Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit oder teures Wasser - alle diese Themen diskutierten die Gymnasialschüler aus Tábor während der simulierten Stadtratssitzung am 30. Oktober 2012. In der Rolle der Stadtvertreter erfuhren sie, wie man über die Stadtangelegenheiten entscheidet und stellten fest, dass die Lösung einiger Probleme gar nicht so einfach ist.

Das Planspiel veranstaltete die Friedrich-Ebert-Stiftung in Zusammenarbeit mir der Stadt Tábor und dem Gymnasium Pierre de Coubertine vom 29. bis 30. Oktober 2012 in Tábor.

Der Bürgemeister von Tábor, Jiří Fišer, leitete die simulierte Stadtratssitzung, die sich in zwei Bereiche teilte. In dem ersten Teil beantwortete er die Anfragen von vier fiktiven politischen Parteien. Hierbei interessierten sich die Schüler vor allem für die Erhöhung der Fahrkartenpreise im öffentlichen Nahverkehr oder auch für die Gründe der hohen Parkgebühren. Darüber hinaus fragten sie, warum der Wasserpreis der Stadt Tábor der zweithöchste in der Tschechischen Republik ist und wie die Bauarbeiten im neuen Stadtviertel weiter verlaufen.

In dem zweiten Teil der Sitzung brachte jede Partei ihren eigenen Beschlussvorschlag ein und verteidigte ihn gegen die Argumente der anderen Parteien. Bewilligt mit einer Mehrheit der Stimmen wurde aber nur ein Vorschlag. Darin beauftragten die jungen „Stadtvertreter“ den Bürgemeister, eine Stadtverordnung vorzubereiten, die den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit verbieten würde. Von der Stadtpolizei verlangten sie eine verstärkte Kontrolle von alkoholisierten Jugendlichen. In den Vorschlägen der anderen Parteien ging es um die Beschränkung des Autoverkehrs im historischen Stadtzentrum, um die Ausschreibung eines Auswahlverfahrens für den Umbau des Busbahnhofs und um die Errichtung eines Obdachlosenzentrums, das die Wiedereingliederung von Obdachlosen in die Gesellschaft unterstützen würde. Manchmal war es schwierig, die anderen Mitschüler in der Rolle der Stadtvertreter zu überzeugen, für den eigenen Vorschlag der Gegenpartei zu stimmen und somit mussten die Schüler ihre guten Diskussions- und Argumentationsfähigkeiten unter Beweis stellen. Neben dem Finale, der Stadtratssitzung, lernten die Schüler, wie die Kommunalpolitik funktioniert, wie sie sich selbst als Bürger daran beteiligen können und darüber hinaus trafen sie auch die wirklichen Vertreter der Stadt.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung bietet das Planspiel unter der Schirmherrschaft des Schulministeriums in der gesamten Tschechischen Republik an. Die Kosten und gesamte Organisation sowie Kommunikation mit den Politikern übernimmt die Stiftung. Erfahrene Referenten geben den Studenten die wichtigsten Basisinformationen und begleiten sie durch das gesamte (in der Regel zweitägige) Projekt. Darüber hinaus unterstützen sie die Studenten in der Gruppenarbeit und der Zusammenarbeit mit den Kommunalpolitikern sowie bei dem Finale, der simulierten Stadtratssitzung.

Für weitere Informationen sowie bei Interesse, das Projekt an Ihrer Schule anzubieten, wenden Sie sich, bitte, an Leonie Liemich, Leonie.Liemich@fesprag.cz, T: +420 224 948 088.

Planspiel in Tábor 2012
Planspiel in Tábor 2012
Planspiel in Tábor 2012
Planspiel in Tábor 2012
Planspiel in Tábor 2012
Planspiel in Tábor 2012
Planspiel in Tábor 2012
Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.
zastoupení v České republice

Zborovská 716/27
150 00 Praha 5
kontakt
+420 224 947 076
+420 224 948 096
+420 224 948 091 (fax)
efgm
© 2012 Friedrich-Ebert-Stiftung, design.herynek.compublikační systém Toolkit - Econnect